Antragstellung

Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de wer­den nur auf Antrag gewährt. 

Sie müs­sen die­se Leis­tun­gen daher aus­drück­lich bei der für Ihren Wohn­sitz oder gewöhn­li­chen Auf­ent­halt zustän­di­gen Behör­de beantragen. 

Die Leis­tun­gen wer­den grund­sätz­lich auch erst ab dem Datum der Antrag­stel­lung gewährt, nicht jedoch rück­wir­kend. Eine Aus­nah­me gilt inso­weit nur für sol­che Tage, an denen die Behör­de geschlos­sen ist, also etwa am Wochen­en­de oder an Fei­er­ta­gen, dann reicht die Antrag­stel­lung auch noch am nächs­ten Öffnungstag.

Wich­tig: Für die Stel­lung des Antrags ist es nicht erfor­der­lich, die gan­zen, oft­mals umfang­rei­chen Antrags­un­ter­la­gen bereits aus­ge­füllt dabei zu haben. Der Antrag kann viel­mehr jeder­zeit form­frei gestellt wer­den, etwa schrift­lich oder durch per­sön­li­che Vor­spra­che. Selbst eine tele­fo­ni­sche Antrag­stel­lung ist mög­lich, auch wenn es dann bei Pro­ble­men spä­ter schwer nach­weis­bar ist. Die erfor­der­li­chen Antrags­un­ter­la­gen, ohne die Ihr Antrag nicht bear­bei­tet wer­den kann, kön­nen Sie nachreichen.

Bei einem gemein­sa­men Haus­halt gilt der von einem Mit­glied der Bedarfs­ge­mein­schaft gestell­te Antrag auch für alle ande­ren Mit­glie­der die­ser Bedarfs­ge­mein­schaft. Zu einer sol­chen Bedarfs­ge­mein­schaft zäh­len Sie, Ihr Ehe­gat­te oder Part­ner, Ihre Kin­der und die Kin­der Ihres Part­ners, sofern Sie einen gemein­sa­men Haus­halt füh­ren. Für die Kin­der gilt des wei­te­ren noch eine Alters­gren­ze von 25 Jah­ren. Zu sei­nem 25. Geburts­tag muss das Kind daher einen eige­nen Antrag stel­len, andern­falls wird der Leis­tungs­be­zug für die­ses Kind ein­ge­stellt. Auch die­ser Antrag soll­te daher recht­zei­tig vor dem 25. Geburts­tag gestellt wer­den, da andern­falls für die Zeit zwi­schen dem 25. Geburts­tag und dem Antrags­da­tum kei­ne Leis­tung gewährt würde.