Der Weg zum lang ersehnten akademischen Grad

Für vie­le jun­ge Men­schen ist das Errei­chen eines aka­de­mi­schen Gra­des eines der per­sön­lich wich­tigs­ten Din­ge. Der aka­de­mi­sche Grad wird aber nicht bloß mit beruf­li­chem Fort­kom­men ver­bun­den, son­dern ist ein Zeug­nis der per­sön­li­chen Aner­ken­nung im pri­va­ten Umgang mit der Gesell­schaft. Man sieht sich mit einem Dok­tor­grad als gesell­schaft­lich aner­kannt und möch­te um jeden Preis eben­so zu dem eli­tä­ren Kreis der Aka­de­mi­ker gehören.

Natür­lich muss eine Unter­schei­dung zwi­schen den ein­zel­nen aka­de­mi­schen Gra­den gemacht wer­den. Es ist ein Unter­schied, ob nun ein Bache­lor, Mas­ter oder gar ein Dok­tor­grad erreicht wer­den. Für die Erlan­gung eines aka­de­mi­schen Dok­tor­gra­des braucht es meh­re­re Jah­re har­ter Arbeit und vie­len Men­schen ist gar nicht bewusst, wie inten­siv die Aus­bil­dung dafür ist. Es ist jah­re­lan­ge akri­bisch durch­ge­führ­te Arbeit, die zum Dok­tor­grad führt. Vie­le Men­schen absol­vie­ren dazu ein Stu­di­um im Ausland.

Steuerliche Behandlung von Aufwendungen zur Erlangung eines ausländischen universitären Titels

Für viel Gesprächs­stoff hat in den letz­ten Jah­ren auch die Pro­mo­ti­ons­ver­mitt­lung und damit zusam­men­hän­gend der Wer­bungs­kos­ten­ab­zug in deut­schen Medi­en gesorgt. Die­ses The­ma wird nicht nur in fach­ein­schlä­gi­gen Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten dis­ku­tiert, son­dern auch von vie­len Tages­zei­tun­gen dis­ku­tiert. Es geht um den Absatz von Wer­bungs­kos­ten für Auf­wen­dun­gen, die zur Erlan­gung eines aus­län­di­schen uni­ver­si­tä­ren Titels getä­tigt wer­den. Die­se Aus­ga­ben gel­ten als beruf­lich ver­an­lasst und die­nen damit auch den in die­sem Zusam­men­hang ste­hen­den Auf­wen­dun­gen. Wenn sie objek­tiv dafür geeig­net sind, das beruf­li­che Fort­kom­men sicher­zu­stel­len, dann kön­nen sie auch als Wer­bungs­kos­ten steu­er­min­dernd gel­tend gemacht wer­den. Nach jah­re­lan­ger Unsi­cher­heit hat nun das zustän­di­ge Finanz­ge­richt in Bay­ern einen ent­spre­chen­den Ent­schluss gefasst.

Musterfall als richterliche Entscheidungsgrundlage

Die Grund­la­ge für die­se Ent­schei­dung lie­fer­te ein Steu­er­be­ra­ter, der ein BWL-Stu­di­um abge­schlos­sen und eine Pro­mo­ti­on an einer Uni­ver­si­tät in Tsche­chi­schen absol­viert hat­te. Die Auf­wen­dun­gen für das Pro­mo­ti­ons­ver­fah­ren hat­te er über den gesam­ten Zeit­raum des Ver­fah­rens als Wer­bungs­kos­ten gel­tend gemacht. Inklu­diert in das Ver­fah­ren waren auch Streit­punk­te, die nach herr­schen­der Rechts­mei­nung gar nicht so ein­deu­tig lagen wie zuvor ange­nom­men wer­den konn­te. So hat man etwa auch ein Bera­ter­ho­no­rar in der Höhe von meh­re­ren Tau­send Euro bewer­tet und damit kla­re Gren­zen auf­ge­zeigt. Die­se Kos­ten wur­den durch das Gericht nicht aner­kannt. Die ande­ren, regel­mä­ßig anfal­len­den Kos­ten, wur­den hin­ge­gen zu einem gro­ßen Teil durch das Gericht anerkannt.

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