Rentennachzahlungen

Weist ein Hil­fe­be­dürf­ti­ger einen Sozi­al­leis­tungs­trä­ger an, Sozi­al­leis­tun­gen (im ent­schie­de­nen Fall Ren­ten­nach­zah­lung) auf ein im Soll ste­hen­des Kon­to zu über­wei­sen, han­delt es sich bei dem über­wie­se­nen Betrag stets um Ein­kom­men im Sin­ne des § 11 Abs 1 S.1 SGB II, zumal der Hil­fe­be­dürf­ti­ge wäh­rend der Schutz­frist des § 55 SGB I über das Gut­ha­ben ver­fü­gen kann.

Rech­net die Bank danach auf, ändert dies dar­an nichts mehr, zumal es sich auch bei der Schul­den­til­gung um eine bestimm­te Form der Ein­kom­mens­ver­wen­dung han­delt 1; nicht rele­vant ist, ob dann noch eine erneu­te Über­zie­hung des Kon­tos mög­lich ist 2.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 25. Febru­ar 2011 – L 13 AS 628/​11 ER‑B

  1. BSG SozR4-4200 § 11 Nr. 17[]
  2. a.A. Grube/​Wahrendorf, 2. Aufl. § 82 SGB XII RdNr. 14 m.w.N[]